Die eingesparte Zeit kommt nicht automatisch an

Strategischer Trend – Die eingesparte Zeit kommt nicht automatisch an

Wir sparen Zeit mit KI. Und trotzdem hat kaum jemand weniger zu tun.

Das zeigen drei Studien aus der letzten Woche:

  • Laut Gartner fließen nur 21 % der durch KI gesparten Zeit in innovativere Arbeit.
  • Bei Factorial sagen 70 % der befragten FĂŒhrungskrĂ€fte, dass sie die Leistungserwartungen seit der KI-EinfĂŒhrung erhöht haben.
  • Nur 27 % spĂŒren eine Entlastung. 67 % sagen, die Arbeitslast sei gleich geblieben oder gestiegen.

Man kann die Studien nicht direkt vergleichen. Factorial wurde vom Anbieter selbst beauftragt, und alle Angaben sind SelbstauskĂŒnfte. Das Muster ist trotzdem bekannt: Wer schneller wird, bekommt mehr Arbeit.

Ein Beispiel aus dem Controlling: Der Monatsbericht ist dank KI in zwei statt in sechs Stunden fertig. Gut. Aber wenn die gewonnene Zeit einfach durch zusĂ€tzliche Reports aufgefĂŒllt wird, hat am Ende niemand etwas gewonnen, weder das Team noch das Unternehmen.

Mein Vorschlag, bevor Sie das nĂ€chste KI-Tool einfĂŒhren:

  1. Legen Sie fest, was mit der gewonnenen Zeit passieren soll: mehr Analyse, mehr KundengesprĂ€che, weniger Überstunden?
  2. Messen Sie ein konkretes Ergebnis statt „Nutzung“, zum Beispiel die Dauer des Monatsabschlusses.
  3. Fragen Sie das Team, ob die Entlastung wirklich ankommt.

Wie gehen Sie in Ihrem Bereich damit um? Wird gesparte Zeit bei Ihnen zurĂŒckgegeben oder gleich neu verplant?

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